Ein Dorf in der Stadt  9.4. - 7.5.2017

Fotografien von Heinz-Eberhard Boden,  Tanz von Irmela Boden

Fotoprojekt am St. Georgskirchplatz

 

 

Ein Dorf in der Stadt

 

Früher gab es am St. Georgskirchplatz noch den Bäcker und den Fleischer und das Radiogeschäft. Und heute gibt es noch Menschen, die einem all das erzählen können, wie es früher einmal war. Wenn man sie fragt, die Alteingesessenen, die eine oder andere schon 90 Jahre alt und auch darüber, und auch die neu Hinzugekommenen, dann erzählen sie von ihrem Kirchplatz. Nur fragen muss man, sich interessieren für das, was einmal war und das, was heute ist. Mit den Jahren ist eine bunt gewachsene Gemeinschaft unterschiedlicher Menschen und Nationalitäten entstanden. So gab es viele Geschichten, die Heinz-Eberhard Boden, der bekannte Fotograf aus Remscheid und die beiden Inhaber des Schauraums im Wachszinshaus, Peter Nyman und Annette Schulze Lohoff zu hören bekamen. Es ist ein Schlaglicht auf ein Stück Hattinger Leben, auf eine menschlich und historisch einmalige Situation an einem besonderem Ort, eben ein Dorf in der Stadt. Es hätte auch ein Buch werden können.

Die Idee zu diesem Fotoprojekt “Wir am Kirchplatz“ entstand mit der Zeit. Wer mit wachen Augen den Kirchplatz betrachtet, sieht die unsichtbaren Fäden zwischen den Menschen, die dort leben. Es gibt noch Bänke vor den Häusern. Da sitzt eine ältere Dame in der Nachmittagssonne vor der Haustüre, andere kommen und gehen eiligen Schritts, ein Schwätzchen hier und dort, eine Zigarette auf dem Treppenabsatz, in der Frühe eine chinesische Dame in traditioneller Kleidung, die ihre Qigong Übungen macht. Ihre mitgebrachte Musik klingt über den noch verschlafenen Kirchplatz. Nachmittags und abends wird es dann lauter und bunter. Die Straßenmusikanten kommen und die Touristen. Die Lokale füllen sich. Der Kirchplatz lebt. Hier wird gearbeitet, gegessen, getrunken, gefeiert, gebetet, geheiratet und auch gestorben. Die Menschen, die von all dem erzählen können, wurden von Heinz-Eberhard Boden portraitiert. Seine ausdrucksstarken Schwarz-weiß Fotos können ab dem 9.04.2017 im Schauraum Wachszinshaus betrachtet werden. Unter dem Motto des Fotografen, den Zauber im Gesicht des anderen zu suchen, ist eine spannende und sensible Ausstellung entstanden. Es haben sehr Viele mitgemacht. 

Neben den Gesichtern  gibt es auch die Hände der Menschen zu sehen, getrennt voneinander laden sie zum Ratespiel, welche Hand wohl zu welchem Gesicht gehört.

Zur Eröffnung tanzt Irmela Boden, die in Remscheid eine eigene Tanztheatergruppe  führt. In ihrem Tanz unter freiem Himmel zeigt sie das Leben am Kirchplatz.

 

 

 

 

 

Malerei von Sudhir Vij   12.3. - 4.4. 2017

Indische Farbenpracht :  Der Hattinger Maler Sudhir  Vij stellt sich vor

Ulla Kallert,  Malerei     22. 1. 2017    bis    25. 2. 2017

.... selbst im Regen verliert der Leopard seine Flecken nicht .....

   Malerei,   Zeichnungen,    Objekte             

 

    

"Uns schickt der Himmel"   Ausstellung  Petra Pfaff, Halver   und Michael Kemmerich, Wuppertal       20.11.2016   bis   15.1. 2017

"Ich mache mir die Welt"   Intermezzo von Annette Schulze Lohoff   vom 15.10.  bis  15.11.2016

 

 

Pausenlos strömen Nachrichten aus aller Welt auf uns ein und beeinflussen unser Fühlen und Denken...... Bewußt an diesem Punkt einer Reizüberflutung mit Botschaften angekommen, deren Wahrheitsgehalt wir nicht kennen,  greift die Performerin zum Mittel der Zerstörung. Sie zerschneidet alte und neue Zeitungen, verbindet sie  zu endlosen Streifen und setzt sie zu einer anderen Form wieder zusammen: zu einer eigenen Welt.   Mehrere Wochen rollt sie sich sozusagen eine neue Welt zusammen, unermüdlich aus gewesenen Nachrichten. Fasziniert schauen ihr die Leute dabei zu, Kinder freuen sich über die rollende Aktion ähnlich eines pillendrehenden Käfers  oder einer immer größer werdenden Kugel aus Schnee. Der scheinbar endlose Prozess einer sich wiederholenden Handlung stahlt innere Ruhe und stete Beharrlichkeit aus. Da stellt sich für den Betrachter zwangsläufig die Frage, ob die Welt nur noch aus unverdaulichen medialen Botschaften in den Köpfen der Menschen besteht (Internet) oder nicht ein tatkräftiger Umgang mit den Problemen der Welt, im Großen wie im Kleinen, gefordert ist.  Was bleibt ist eine künstlerische Handhabung mit der Unübersichtlichkeit der Welt in starken Formen und Bildern. 

Dem zeitlich befristeten Werkstattcharakter des Schauraums sind die Malereien der Künstlerin gegenübergestellt, warm-rot und in offenen Formen.

Brigitte Berns-Schreiber

"Adam konnte sich an den Baum in der Mitte des Gartens gar nicht erinnern..."

Malerei, Zeichnungen, Assemblagen         4.9. - 10.10. 2016

Annette Schulze Lohoff    Peter Nyman

"hin und wieder bin ich glücklich"   Performance und Malerei  26.6. - 30.8. 2016